Mittwoch, 5. Dezember 2012
Intersubjektive Auseinandersetzung mit dem Begriff und dem Wesen der Revolution
djano bartschadze, 20:11h
Intersubjektive Auseinandersetzung mit dem Begriff und dem Wesen der Revolution
„Fick dich“ (Anonym/Jonas Weyrosta 2012)
Wer sich jetzt auf eine umfassende Analyse des Begriffes Revolution gefreut hat, wer sich lechzend nach Quellenangaben und endlosen Zitaten von berühmten Wissenschaftlern und Philosophen gesehnt hat, wer bei dem Titel aufgeschreckt worden ist, um diesen dann in Stichwörter zusammenzufassen und anschließend zu denunzieren, für den gilt das oben aufgeführte unkonventionelle Zitat. Der etwas emotionale und einfache Ausdruck einer Unzufriedenheit ist genau denen gewidmet, die sich, wie ich selbst, im Theorienstrudel der heutigen pluralistischen Sammelstelle für geistigen Restmüll verlieren. Nun kann ich wirklich nicht behaupten, dass so manche schon irgendwie auch einen praktischen, oder zumindest ansehnlichen Ansatz im Bezug auf die Revolution hatten oder haben. Aber in diesem Text werde ich mich nicht auf glorreiche Vordenker beziehen, zumindest nicht bewusst. Ich werde nur auf meine persönlichen Erfahrungen und den Erfahrungen von Bekannten zurückgreifen. Wenn dann mal der eine oder andere Name oder ein Gedanke nicht zu genüge ausgeführt sein sollte, dann tut es mir leid. Ich muss dann den Leser, der verzweifelt auf der Suche nach standardisierten Quellenverzeichnissen ist, auf das oben genannte Zitat verweisen.
Revolution am Küchentisch Teil 1.
In den meisten Einführungen in der der Begriff der Revolution behandelt wird, wird als erstes eine genaue Erklärung des Wortes aufgeführt. Was heißt Revolution? Dann wird ein grober Überblick über vergangene revolutionäre Versuche geliefert. Meistens wird sich dann ein Beispiel rausgepickt und genauer betrachtet. Anschließend werden Probleme analysiert. Das alles wird dann auf die heutige Zeit übertragen und irgendeine „neue“ tolle Theorie wird aufgestellt. Ich möchte mich aber eher auf das beschränken, was ich unter Revolution verstehe und erfahren habe. Die Revolution, die ich erlebe ist eine, die sich in der Leere und der Ohnmacht unserer heutigen Gesellschaft verliert. Auch wenn mir jetzt Occupybewegungsmitglieder oder Anti-AKW Sympatisanten an den Hals springen würden. Genauso wie die vielen Wissenschaftler, die sich jetzt mit Ausschreitungen in Südeuropa oder dem arabischen Frühling beschäftigen. Unsere lächerlich kleine Sichtweisen und revolutionären Gedanken spielen sich in der Wirklichkeit nun mal nicht am Al Tair Platz ab, sondern an einem WG-Küchentisch, mit ziemlich viel Alkohol und Arroganz im Gepäck. Mein Vater sagte mir einst „Wir haben genau wie ihr jeden Abend die Welt ein kleines Stückchen besser gemacht.“ (Bartsch, D. 2008 oder so). Hört sich ja gar nicht schlecht an. Wir betrinken uns in WG-Küchen, reden stundenlang was alles falsch ist und was wir besser machen würden. Ja, da stehen wir den Alt-Achtundsechzigern in nichts mehr nach. Für uns, also vor allem selbstgefällige Akademikerkinder, ist es ein schöner Abend. Wir hatten unsern Spaß, aber der Gang in die Kasernen oder auf die Straße bleibt aus. Die Vorwürfe unserer Elterngeneration, wir sollen doch mehr auf die Straße gehen, verlaufen sich zwischen schwarzem Block und Jusos. Woran liegt das? Wenn wir uns doch alle einig sind, dass alles scheiße läuft und in eine vollkommen falsche Richtung, wäre doch der nächste Schritt sich zu mobilisieren. Erst einmal zu den Vorwürfen. Wenn die Elterngeneration, die ja so kämpften gegen Atomkraft, gegen Kriege, für mehr Freiheit, so an dem Werdegang dieses Planeten interessiert ist, warum kämpfen wir nicht Seite an Seite gegen das Übel der Welt? Mit der Lebenserfahrung, die manche von ihnen aufweisen können, wäre es doch um einiges einfacher irgendwas zu verändern. Die Kämpfe die sie führten, sind noch lange nicht vorbei, und zu behaupten es seien jetzt nicht mehr ihre Kämpfe, finde ich sehr schwach. Das wäre dann moderner Ablasshandel. Meine Elterngeneration, hat für meine jetzigen Freiheiten gekämpft, aber ihre eigene Freiheiten und die von Milliarden von anderen Menschen besteht immer noch nicht. Für mich klingt das ganze scheinheilige Gerede wie eine riesige Resignation. Warum sollte der Kampf jetzt vorbei sein? Ich will mich hier jetzt nicht mit diesem, auf jeden Fall streitbaren Thema, auseinandersetzten. An dieser Stelle will ich nochmal erwähnen, dass dieser Text ausschließlich auf meinen Erfahrungen beruht, also Rede ich von einer Elterngeneration die ich erlebe. Mir ist natürlich bewusst, dass viele Eltern keinerlei politisches Interesse aufweisen. Nun gut, wenn trotzdem politisches Interesse, ein Mindestmaß an Intelligenz und einem eigenen Bewusstsein (Für sich und seine Umwelt) entwickelt werden konnte, fängt man an, über diesen oder jenen Umstand nachzudenken. Es fällt auf, dass ein paar sehr widersprüchliche Dinge in der Welt vor sich gehen. Es wird laut stark darüber gesprochen was nicht funktioniert, aber unglaublich vorsichtig über mögliche Veränderungen gesprochen. Der Begriff Revolution fällt ja fast sowieso nur im geschichtlichen Kontext. Aber für Veränderungen sind viele Leute offen, solange es ihren Alltag nicht stört. Wenn sich jetzt eine Gruppe oder Gemeinschaft entschließt, den Kampf gegen Systeme, Institutionen und gedankliche Barrieren aufzunehmen, stellen sich mehrere Probleme in den Weg. Die Kampfform, ist eines davon. Seit ich das erste Mal mit Gesellschaftskritik befasste, bin ich unzufrieden mit den Kampfformen die uns zur Verfügung stehen. Mir wurde immer eingetrichtert, dass es sowieso nichts bringen würde, auf die Straße zu gehen. Außerdem sind die Ziele immer mehr als unklar. Hauptsache ist gegen etwas zu sein. Gegen Kapitalismus, gegen Rassismus, gegen Diskriminierung, gegen Deutschland usw. Aber für etwas zu sein ist schon um einiges schwieriger. Für mich heißt Revolution Veränderung und nicht Schönheitschirurgie. Dennoch sind die Ziele, auch wenn sie revolutionäres Potenzial haben, oft sehr verschieden. Was schon ein weiteres Problem aufzeigt. Die Spannung zwischen gesellschaftlicher Gleichschaltung und dem Pluralismus der, vermeintlich „freien“ Individuen. Wir werden dazu gedrängt, uns eine Meinung zu suchen und dann auf dieser Meinung zu beharren und nicht abzuweichen, also nicht mehr zuzuhören. Die notwendigen Argumente sind meist flexibel wie die Schätzungen von Börsenspekulanten. Mit einer solchen Meinung kommt ein bestimmtes Auftreten eine gewisse Attitüde. Wenn wir nochmal zu dem WG-Küchen Beispiel zurückkommen, wird das schon in den ersten Momenten sehr deutlich. Es gibt den Reformisten, der behauptet, dass ein totaler Umbruch unmöglich sei und dass das bestehende System ausgenutzt werden müsse, um Kleinschrittich zu agieren. Dann den Marxdogmatiker, dem eine objektive Wahrheit und die dialektischen Verhältnisse vor neuen Einflüssen schützen. Den Utopisten, der in allen Menschen das Gute sieht und der der festen Überzeugung ist, dass eine Revolution von alleine kommen wird. Den vollkommen illussionsfreien Nihilisten, der den Weltuntergang schon anerkannt hat und das auch mit jeder Faser seines Seins zeigt. Die Menschen, die sich mit Gesellschaftskritik gar nicht beschäftigen und den ganzen Haufen mit naiven Fragen aufmischen. Den polemischen Theorienschleuderer, der nach jedem dritten Satz ein Zitat oder ein Ansatz von Foucault oder Toni Negri raus haut. Oder der Philosoph der sich alles anhört und dann irgendwann sagt: „Damit bin ich nicht ganz einverstanden.“ (Ich denke ich bin von allem etwas). Es gibt eine Vielzahl von Vertretern einer „Glaubensrichtung“, dafür leider wenige wirkliche Diskutanten, die sich reflektieren können und nicht unbedingt mit jedem klugen Satz profilieren wollen. Auf der anderen Seite steht die gesellschaftliche Gleichschaltung. Eine durch Medien eingetrichterte Wertesammlung, die die Reproduktion des bestehenden Systems zur Folge hat. Eine wirkliche Veränderung der Lebenswelt wird kategorische zu vernichtet und als Utopie dargestellt. Nach dieser viel zu langen Auflistung und den endlosen und anstrengenden Schachtelsätzen komme ich zu einem anderen Problem. Das Problem der Gewalt. Für gewaltsame Revolten bin ich einfach zu satt. Sowieso das simpelste und komplizierteste Problem ist, dass wir alle zu satt sind. Akademiker, die zwar nicht genau wissen, was mit dem Leben anzufangen ist, aber immer genug zum Leben hatten und wahrscheinlich auch haben werden. Warum dann das System stürzen? Uns geht’s doch ganz gut. Besonders in Deutschland. Krankenversicherung, Arbeitslosengeld, Renten, also da kann man sich doch echt nicht beschweren. Die Ausbeutung findet halt woanders statt, was geht uns das dann eigentlich an. Was gibt uns das Recht aufzustehen? Momentmal, ja das Recht aufzustehen! Wir dürfen es ja sogar. Zumindest im eingeschränkten Maße ist eine Partizipation bzw. ein Aufstand (in Form von Demos, Streiks, Aktion), rechtlich legitim. Unsere ach so liberale Gesellschaft, zeigt sich im Prunkvollem Kleid der absoluten Verständnis. Wenn wir dann doch erkannt haben, dass wir das alles nicht wollen, also die globale Ausbeutung, den acht Stunden Arbeitstag ohne wirkliche Befriedigung, die Entscheidungen über unsere Köpfe hinweg. Dann kann man schon mal wütend werden. Doch auch diese, sehr harmlosen Versuche eines Umsturzes bzw. einer oder mehrerer Reformen, bleiben aus. Bei vielen Menschen lässt sich das eigentliche Problem gar nicht genau definieren. Es besteht ein allgemeiner Unmut. Aber um wirkliche Konsequenzen, eine gewaltsame Revolution auszuhalten, fehlt uns die Motivation. In den Orten und Momenten, an denen revolutionäres Potenzial erkennbar war, sieht es meistens eher bescheiden aus. Unsere Schreie ersticken im übermäßigen Volumen des Konsums. Darüber hinaus kann ich mir auch nicht vorstellen, dass eine Handvoll Akademiker an die Waffen geht und eine Tausendschafft von Polizisten und Aktivbürgern niedermäht. Was mich desweiteren von einer militanten Bewegung abhält, ist mein antrainierter Pazifismus. Ich bin mit der Meinung aufgewachsen, dass Gewalt immer nur noch mehr Gewalt hervorbringt. Ob, dass wirklich so ist, kann ich nicht sagen, aber es klingt für mich recht plausibel. Auch wenn ein super revolutionäre Argument an dieser Stelle immer wieder aufgeführt wird. „Wenn die mit Reizgas und Wasserwerfern kommen, müssen wir uns doch verteidigen.“ (Anonym 1 mio v Chr., naja zumindest Sinngemäß) Ich könnte nicht mit einem AK Sturmgewehr auf Menschen schießen. Sei es ein Kind oder ein Polizist in voller Montur. Dafür leide ich zu wenig unter der Herrschaft. Wenn es aber wirklich zu einem bewaffneten Kampf kommen sollte, und man selbst hat keine andere Wahl als zu kämpfen, dann stellt sich schon wieder ein Problem in den Weg. Eigentlich müsste man ein vollkommener Asket sein, um gewaltsame Revolution zu machen. Es dürfte keine Schwäche an einem zu finden sein. Keine Freunde, keine Familie, man lebt für die Revolution. „Ich müsste viel zu vielen Leuten Bescheid sagen“ (Weyrosta 2012). Aber warum muss das so sein, wenn wir alle irgendwas scheiße finden, können sie doch alle mitmachen. Nur wenn die „Ideale“, einer bestimmten Gruppe, im Verlauf einer eventuell gewaltsamen Revolution, auseinander fallen, muss das revolutionäre Individuum sich entscheiden. Manchmal für die Revolution und gegen die Menschlichkeit (Robespierresyndrom). Wenn sich das Individuum für die Erreichung der revolutionären Ziele, unter allen Umständen, entscheidet, steht dieses dann meist alleine da. Damit ist nicht immer und unbedingt der bewaffnete Kampf gemeint. In jeder Kampfform, sei es Agitation, friedliche Demonstration oder parlamentarischer Parteiarbeit (wobei ich das nicht unbedingt als revolutionäre Praktik sehen würde). Das Individuum kämpft auf verlorenem Posten, aber es kämpft für eine Idee. Und wofür dann genau? Ja, der Beginn des Teufelskreises. Was ist nun letztendlich das Ziel einer Revolution. Der totale Umsturz und dann? Was soll passieren? Einen die Erschaffung eines Übergangsstaates, oder eines Revolutionskommunal die vollkommene Dezentralisierung? Welches Wirtschaftssystem sollen wir nutzten? Bevor es zu solchen Streit oder Diskussionspunkten kommt, sind die Reformisten oder Schwarzseher schon sehr abgeneigt, solche Überlegungen überhaupt zu treffen. Was soll es denn auch bringen, wenn wir gar nicht erst in eine solche Situation kommen. Außerdem sind solche Überlegungen ja nicht im Ansatz praktisch. Oft wird dann mit der Elfenbeinturmetapher argumentiert. Diese Überlegungen wären vollkommen abgehoben und hätten überhaupt nichts mit der Wirklichkeit zu tun. Heutzutage lassen sich ja keine Massen mehr mobilisieren. Und auch die Vergangenheit soll uns ja gezeigt haben, dass es überhaupt nichts bringt. Bei solchen reformistischen Behauptungen wird meine Pfanne zwar ziemlich heiß, aber ich kann dieses Argument auch nicht wirklich entkräften. Ich weiß nicht, was die Arbeiteraufstände in den sechziger Jahren gebracht haben. Ob es besser geworden ist. Oder wenn diese Aktivitäten unterlassen worden wären, eine noch düsterere Dystopie heute unser Leben bestimmen würde. Also sind die Ziele genauso zerfasert, wie die Kampfform. Und da ich wenige Leute sehe, die überhaupt wirkliches Interesse an einer Umgestaltung haben, sieht die Zukunft für die Revolutionen im Abendland eher bescheiden aus. Aber um nicht ganz in den traurigen Sumpf der Realität abzutauchen, will ich mich noch mit anderen Kampfmitteln, oder besser gesagt Praktiken, befassen. Auch wenn die Praktiken einer Gruppierung mit revolutionärem Potenzial so unterschiedlich wie die Ziele sind, will ich kurz aufführen was ich in unzähligen Gesprächen gehört habe (oder hören musste). Neben dem gewaltsamen Aufstand, denke ich, ist der friedliche Protest, wie die Demonstration oder der Streik, eine sehr häufig angesprochene Praxis. Ein edler Ansatz, funktioniert aber auch nur, wenn viele Individuen teilnehmen und natürlich wenn man sich auf ein Ziel einigen kann. In der Wirklichkeit sieht diese Praktik aus meiner Perspektive relativ traurig aus. Es werden Kompromisse eingegangen, es wird sinnlos Gewalt angewendet und die Hälfte läuft mit, ohne wirklich zu wissen, worum es eigentlich geht. Eine weitere Praxis ist die Agitation. Das klingt ziemlich weitreichend, ist aber für mich eine der besten und auch einfachsten Praktiken. Sei es die Agitation in einem guten Artikel, in einem Theaterstück, in einem Flashmob, Straßenperformance, in einem Film oder in einem Gespräch bei einem guten kühlen Bier. Ich erkenne das Problem einer solchen, sehr vereinfachten Aussagen. Was soll agitiert werden? Was legitimiert eine Meinung, die man anderen nahe bringen will? Und was zur Hölle diese Methoden bringen sollen? In dieser Hinsicht glaube ich an die Vernunft und an die Fähigkeit zu abstrahieren. Auch wenn diese bei vielen Individuen nicht wirklich entwickelt ist. Bei manchen auch gar nicht. Auch wenn jetzt die Temperatur der Konstruktivisten und Liberalen gen Supernova steigt, kann ich nur sagen, dass ich keine idealistische Agitation bzw. Meinungsmache meine.
Wie gesagt ich glaube, dass die Gesellschaft wie sie besteht, in all ihren Verquickungen, Abhängigkeiten und ihrer Komplexität, trotzdem in der Lage ist eine Art Vernunft zu bilden die in allen Bezügen, Gerechtigkeit, Freiheit, Gleichheit usw. auf die gesamte Menschheit in Verbindung mit ihrer Natur, gute (und ich meine es im höchst zu erreichendem Objektiven Maße) Resultate zu erzielen. Das heißt noch lange nicht, dass die Menschheit diese Vernunft, oder nennen wir es diesen „rettenden Blick“ auf die Realität wirklich in der nächsten Zeit anbringt. Sie ist aber im Stande dazu. Ich bin mir darüber im Klaren, dass es nicht unbedingt mein Ansatz ist, den ich hier aufzeige, aber es ist das Ideal, an das ich mich gerne hänge und auch, zumindest solange ich meinen bescheidenen Horizont habe, mit voller Kraft vertreten werde. Da sind wir wieder in den Wirrungen von Praxis und Theorie, von Gesellschaft und Individuum, von Realität und Abstraktion. Ich weiß, dass ich besonders gen Ende immer mehr Schattenzeilen aufgeworfen habe und weniger deskriptiv beschrieben habe. Das hat mehrere Gründe. Erstens sehe ich in keinerlei Hinsicht ein Ende im Punkt Revolution gekommen. Zweitens verändert sich mein Standpunkt, in Bezug auf Revolution, beinahe täglich und die meiner Mitmenschen auch. Und drittens sind die letzten fünf Seiten nur Ausdruck meiner sehr unsortierten Gedanken und Empfindungen. Eine Grundlegende Analyse werde ich nicht geben können. Deswegen werde ich für diesen Moment das Thema Revolution nicht weiter Verschriftlichung können. Ich denke, dieser Text ist zwar so polemisch und Lückenhaft, wie ein Kommentar in der SZ, dennoch sind die aufgeführten Probleme, jene die ich grade habe. Eine Lösung ist noch nicht in Sicht, aber ich habe ja hoffentlich noch etwas Zeit.
„Wenn man die Angel nicht ins Wasser hält fängt man auch kein Fisch.“ (Anonym, 2010)
Djano Bartschadze 2012
„Fick dich“ (Anonym/Jonas Weyrosta 2012)
Wer sich jetzt auf eine umfassende Analyse des Begriffes Revolution gefreut hat, wer sich lechzend nach Quellenangaben und endlosen Zitaten von berühmten Wissenschaftlern und Philosophen gesehnt hat, wer bei dem Titel aufgeschreckt worden ist, um diesen dann in Stichwörter zusammenzufassen und anschließend zu denunzieren, für den gilt das oben aufgeführte unkonventionelle Zitat. Der etwas emotionale und einfache Ausdruck einer Unzufriedenheit ist genau denen gewidmet, die sich, wie ich selbst, im Theorienstrudel der heutigen pluralistischen Sammelstelle für geistigen Restmüll verlieren. Nun kann ich wirklich nicht behaupten, dass so manche schon irgendwie auch einen praktischen, oder zumindest ansehnlichen Ansatz im Bezug auf die Revolution hatten oder haben. Aber in diesem Text werde ich mich nicht auf glorreiche Vordenker beziehen, zumindest nicht bewusst. Ich werde nur auf meine persönlichen Erfahrungen und den Erfahrungen von Bekannten zurückgreifen. Wenn dann mal der eine oder andere Name oder ein Gedanke nicht zu genüge ausgeführt sein sollte, dann tut es mir leid. Ich muss dann den Leser, der verzweifelt auf der Suche nach standardisierten Quellenverzeichnissen ist, auf das oben genannte Zitat verweisen.
Revolution am Küchentisch Teil 1.
In den meisten Einführungen in der der Begriff der Revolution behandelt wird, wird als erstes eine genaue Erklärung des Wortes aufgeführt. Was heißt Revolution? Dann wird ein grober Überblick über vergangene revolutionäre Versuche geliefert. Meistens wird sich dann ein Beispiel rausgepickt und genauer betrachtet. Anschließend werden Probleme analysiert. Das alles wird dann auf die heutige Zeit übertragen und irgendeine „neue“ tolle Theorie wird aufgestellt. Ich möchte mich aber eher auf das beschränken, was ich unter Revolution verstehe und erfahren habe. Die Revolution, die ich erlebe ist eine, die sich in der Leere und der Ohnmacht unserer heutigen Gesellschaft verliert. Auch wenn mir jetzt Occupybewegungsmitglieder oder Anti-AKW Sympatisanten an den Hals springen würden. Genauso wie die vielen Wissenschaftler, die sich jetzt mit Ausschreitungen in Südeuropa oder dem arabischen Frühling beschäftigen. Unsere lächerlich kleine Sichtweisen und revolutionären Gedanken spielen sich in der Wirklichkeit nun mal nicht am Al Tair Platz ab, sondern an einem WG-Küchentisch, mit ziemlich viel Alkohol und Arroganz im Gepäck. Mein Vater sagte mir einst „Wir haben genau wie ihr jeden Abend die Welt ein kleines Stückchen besser gemacht.“ (Bartsch, D. 2008 oder so). Hört sich ja gar nicht schlecht an. Wir betrinken uns in WG-Küchen, reden stundenlang was alles falsch ist und was wir besser machen würden. Ja, da stehen wir den Alt-Achtundsechzigern in nichts mehr nach. Für uns, also vor allem selbstgefällige Akademikerkinder, ist es ein schöner Abend. Wir hatten unsern Spaß, aber der Gang in die Kasernen oder auf die Straße bleibt aus. Die Vorwürfe unserer Elterngeneration, wir sollen doch mehr auf die Straße gehen, verlaufen sich zwischen schwarzem Block und Jusos. Woran liegt das? Wenn wir uns doch alle einig sind, dass alles scheiße läuft und in eine vollkommen falsche Richtung, wäre doch der nächste Schritt sich zu mobilisieren. Erst einmal zu den Vorwürfen. Wenn die Elterngeneration, die ja so kämpften gegen Atomkraft, gegen Kriege, für mehr Freiheit, so an dem Werdegang dieses Planeten interessiert ist, warum kämpfen wir nicht Seite an Seite gegen das Übel der Welt? Mit der Lebenserfahrung, die manche von ihnen aufweisen können, wäre es doch um einiges einfacher irgendwas zu verändern. Die Kämpfe die sie führten, sind noch lange nicht vorbei, und zu behaupten es seien jetzt nicht mehr ihre Kämpfe, finde ich sehr schwach. Das wäre dann moderner Ablasshandel. Meine Elterngeneration, hat für meine jetzigen Freiheiten gekämpft, aber ihre eigene Freiheiten und die von Milliarden von anderen Menschen besteht immer noch nicht. Für mich klingt das ganze scheinheilige Gerede wie eine riesige Resignation. Warum sollte der Kampf jetzt vorbei sein? Ich will mich hier jetzt nicht mit diesem, auf jeden Fall streitbaren Thema, auseinandersetzten. An dieser Stelle will ich nochmal erwähnen, dass dieser Text ausschließlich auf meinen Erfahrungen beruht, also Rede ich von einer Elterngeneration die ich erlebe. Mir ist natürlich bewusst, dass viele Eltern keinerlei politisches Interesse aufweisen. Nun gut, wenn trotzdem politisches Interesse, ein Mindestmaß an Intelligenz und einem eigenen Bewusstsein (Für sich und seine Umwelt) entwickelt werden konnte, fängt man an, über diesen oder jenen Umstand nachzudenken. Es fällt auf, dass ein paar sehr widersprüchliche Dinge in der Welt vor sich gehen. Es wird laut stark darüber gesprochen was nicht funktioniert, aber unglaublich vorsichtig über mögliche Veränderungen gesprochen. Der Begriff Revolution fällt ja fast sowieso nur im geschichtlichen Kontext. Aber für Veränderungen sind viele Leute offen, solange es ihren Alltag nicht stört. Wenn sich jetzt eine Gruppe oder Gemeinschaft entschließt, den Kampf gegen Systeme, Institutionen und gedankliche Barrieren aufzunehmen, stellen sich mehrere Probleme in den Weg. Die Kampfform, ist eines davon. Seit ich das erste Mal mit Gesellschaftskritik befasste, bin ich unzufrieden mit den Kampfformen die uns zur Verfügung stehen. Mir wurde immer eingetrichtert, dass es sowieso nichts bringen würde, auf die Straße zu gehen. Außerdem sind die Ziele immer mehr als unklar. Hauptsache ist gegen etwas zu sein. Gegen Kapitalismus, gegen Rassismus, gegen Diskriminierung, gegen Deutschland usw. Aber für etwas zu sein ist schon um einiges schwieriger. Für mich heißt Revolution Veränderung und nicht Schönheitschirurgie. Dennoch sind die Ziele, auch wenn sie revolutionäres Potenzial haben, oft sehr verschieden. Was schon ein weiteres Problem aufzeigt. Die Spannung zwischen gesellschaftlicher Gleichschaltung und dem Pluralismus der, vermeintlich „freien“ Individuen. Wir werden dazu gedrängt, uns eine Meinung zu suchen und dann auf dieser Meinung zu beharren und nicht abzuweichen, also nicht mehr zuzuhören. Die notwendigen Argumente sind meist flexibel wie die Schätzungen von Börsenspekulanten. Mit einer solchen Meinung kommt ein bestimmtes Auftreten eine gewisse Attitüde. Wenn wir nochmal zu dem WG-Küchen Beispiel zurückkommen, wird das schon in den ersten Momenten sehr deutlich. Es gibt den Reformisten, der behauptet, dass ein totaler Umbruch unmöglich sei und dass das bestehende System ausgenutzt werden müsse, um Kleinschrittich zu agieren. Dann den Marxdogmatiker, dem eine objektive Wahrheit und die dialektischen Verhältnisse vor neuen Einflüssen schützen. Den Utopisten, der in allen Menschen das Gute sieht und der der festen Überzeugung ist, dass eine Revolution von alleine kommen wird. Den vollkommen illussionsfreien Nihilisten, der den Weltuntergang schon anerkannt hat und das auch mit jeder Faser seines Seins zeigt. Die Menschen, die sich mit Gesellschaftskritik gar nicht beschäftigen und den ganzen Haufen mit naiven Fragen aufmischen. Den polemischen Theorienschleuderer, der nach jedem dritten Satz ein Zitat oder ein Ansatz von Foucault oder Toni Negri raus haut. Oder der Philosoph der sich alles anhört und dann irgendwann sagt: „Damit bin ich nicht ganz einverstanden.“ (Ich denke ich bin von allem etwas). Es gibt eine Vielzahl von Vertretern einer „Glaubensrichtung“, dafür leider wenige wirkliche Diskutanten, die sich reflektieren können und nicht unbedingt mit jedem klugen Satz profilieren wollen. Auf der anderen Seite steht die gesellschaftliche Gleichschaltung. Eine durch Medien eingetrichterte Wertesammlung, die die Reproduktion des bestehenden Systems zur Folge hat. Eine wirkliche Veränderung der Lebenswelt wird kategorische zu vernichtet und als Utopie dargestellt. Nach dieser viel zu langen Auflistung und den endlosen und anstrengenden Schachtelsätzen komme ich zu einem anderen Problem. Das Problem der Gewalt. Für gewaltsame Revolten bin ich einfach zu satt. Sowieso das simpelste und komplizierteste Problem ist, dass wir alle zu satt sind. Akademiker, die zwar nicht genau wissen, was mit dem Leben anzufangen ist, aber immer genug zum Leben hatten und wahrscheinlich auch haben werden. Warum dann das System stürzen? Uns geht’s doch ganz gut. Besonders in Deutschland. Krankenversicherung, Arbeitslosengeld, Renten, also da kann man sich doch echt nicht beschweren. Die Ausbeutung findet halt woanders statt, was geht uns das dann eigentlich an. Was gibt uns das Recht aufzustehen? Momentmal, ja das Recht aufzustehen! Wir dürfen es ja sogar. Zumindest im eingeschränkten Maße ist eine Partizipation bzw. ein Aufstand (in Form von Demos, Streiks, Aktion), rechtlich legitim. Unsere ach so liberale Gesellschaft, zeigt sich im Prunkvollem Kleid der absoluten Verständnis. Wenn wir dann doch erkannt haben, dass wir das alles nicht wollen, also die globale Ausbeutung, den acht Stunden Arbeitstag ohne wirkliche Befriedigung, die Entscheidungen über unsere Köpfe hinweg. Dann kann man schon mal wütend werden. Doch auch diese, sehr harmlosen Versuche eines Umsturzes bzw. einer oder mehrerer Reformen, bleiben aus. Bei vielen Menschen lässt sich das eigentliche Problem gar nicht genau definieren. Es besteht ein allgemeiner Unmut. Aber um wirkliche Konsequenzen, eine gewaltsame Revolution auszuhalten, fehlt uns die Motivation. In den Orten und Momenten, an denen revolutionäres Potenzial erkennbar war, sieht es meistens eher bescheiden aus. Unsere Schreie ersticken im übermäßigen Volumen des Konsums. Darüber hinaus kann ich mir auch nicht vorstellen, dass eine Handvoll Akademiker an die Waffen geht und eine Tausendschafft von Polizisten und Aktivbürgern niedermäht. Was mich desweiteren von einer militanten Bewegung abhält, ist mein antrainierter Pazifismus. Ich bin mit der Meinung aufgewachsen, dass Gewalt immer nur noch mehr Gewalt hervorbringt. Ob, dass wirklich so ist, kann ich nicht sagen, aber es klingt für mich recht plausibel. Auch wenn ein super revolutionäre Argument an dieser Stelle immer wieder aufgeführt wird. „Wenn die mit Reizgas und Wasserwerfern kommen, müssen wir uns doch verteidigen.“ (Anonym 1 mio v Chr., naja zumindest Sinngemäß) Ich könnte nicht mit einem AK Sturmgewehr auf Menschen schießen. Sei es ein Kind oder ein Polizist in voller Montur. Dafür leide ich zu wenig unter der Herrschaft. Wenn es aber wirklich zu einem bewaffneten Kampf kommen sollte, und man selbst hat keine andere Wahl als zu kämpfen, dann stellt sich schon wieder ein Problem in den Weg. Eigentlich müsste man ein vollkommener Asket sein, um gewaltsame Revolution zu machen. Es dürfte keine Schwäche an einem zu finden sein. Keine Freunde, keine Familie, man lebt für die Revolution. „Ich müsste viel zu vielen Leuten Bescheid sagen“ (Weyrosta 2012). Aber warum muss das so sein, wenn wir alle irgendwas scheiße finden, können sie doch alle mitmachen. Nur wenn die „Ideale“, einer bestimmten Gruppe, im Verlauf einer eventuell gewaltsamen Revolution, auseinander fallen, muss das revolutionäre Individuum sich entscheiden. Manchmal für die Revolution und gegen die Menschlichkeit (Robespierresyndrom). Wenn sich das Individuum für die Erreichung der revolutionären Ziele, unter allen Umständen, entscheidet, steht dieses dann meist alleine da. Damit ist nicht immer und unbedingt der bewaffnete Kampf gemeint. In jeder Kampfform, sei es Agitation, friedliche Demonstration oder parlamentarischer Parteiarbeit (wobei ich das nicht unbedingt als revolutionäre Praktik sehen würde). Das Individuum kämpft auf verlorenem Posten, aber es kämpft für eine Idee. Und wofür dann genau? Ja, der Beginn des Teufelskreises. Was ist nun letztendlich das Ziel einer Revolution. Der totale Umsturz und dann? Was soll passieren? Einen die Erschaffung eines Übergangsstaates, oder eines Revolutionskommunal die vollkommene Dezentralisierung? Welches Wirtschaftssystem sollen wir nutzten? Bevor es zu solchen Streit oder Diskussionspunkten kommt, sind die Reformisten oder Schwarzseher schon sehr abgeneigt, solche Überlegungen überhaupt zu treffen. Was soll es denn auch bringen, wenn wir gar nicht erst in eine solche Situation kommen. Außerdem sind solche Überlegungen ja nicht im Ansatz praktisch. Oft wird dann mit der Elfenbeinturmetapher argumentiert. Diese Überlegungen wären vollkommen abgehoben und hätten überhaupt nichts mit der Wirklichkeit zu tun. Heutzutage lassen sich ja keine Massen mehr mobilisieren. Und auch die Vergangenheit soll uns ja gezeigt haben, dass es überhaupt nichts bringt. Bei solchen reformistischen Behauptungen wird meine Pfanne zwar ziemlich heiß, aber ich kann dieses Argument auch nicht wirklich entkräften. Ich weiß nicht, was die Arbeiteraufstände in den sechziger Jahren gebracht haben. Ob es besser geworden ist. Oder wenn diese Aktivitäten unterlassen worden wären, eine noch düsterere Dystopie heute unser Leben bestimmen würde. Also sind die Ziele genauso zerfasert, wie die Kampfform. Und da ich wenige Leute sehe, die überhaupt wirkliches Interesse an einer Umgestaltung haben, sieht die Zukunft für die Revolutionen im Abendland eher bescheiden aus. Aber um nicht ganz in den traurigen Sumpf der Realität abzutauchen, will ich mich noch mit anderen Kampfmitteln, oder besser gesagt Praktiken, befassen. Auch wenn die Praktiken einer Gruppierung mit revolutionärem Potenzial so unterschiedlich wie die Ziele sind, will ich kurz aufführen was ich in unzähligen Gesprächen gehört habe (oder hören musste). Neben dem gewaltsamen Aufstand, denke ich, ist der friedliche Protest, wie die Demonstration oder der Streik, eine sehr häufig angesprochene Praxis. Ein edler Ansatz, funktioniert aber auch nur, wenn viele Individuen teilnehmen und natürlich wenn man sich auf ein Ziel einigen kann. In der Wirklichkeit sieht diese Praktik aus meiner Perspektive relativ traurig aus. Es werden Kompromisse eingegangen, es wird sinnlos Gewalt angewendet und die Hälfte läuft mit, ohne wirklich zu wissen, worum es eigentlich geht. Eine weitere Praxis ist die Agitation. Das klingt ziemlich weitreichend, ist aber für mich eine der besten und auch einfachsten Praktiken. Sei es die Agitation in einem guten Artikel, in einem Theaterstück, in einem Flashmob, Straßenperformance, in einem Film oder in einem Gespräch bei einem guten kühlen Bier. Ich erkenne das Problem einer solchen, sehr vereinfachten Aussagen. Was soll agitiert werden? Was legitimiert eine Meinung, die man anderen nahe bringen will? Und was zur Hölle diese Methoden bringen sollen? In dieser Hinsicht glaube ich an die Vernunft und an die Fähigkeit zu abstrahieren. Auch wenn diese bei vielen Individuen nicht wirklich entwickelt ist. Bei manchen auch gar nicht. Auch wenn jetzt die Temperatur der Konstruktivisten und Liberalen gen Supernova steigt, kann ich nur sagen, dass ich keine idealistische Agitation bzw. Meinungsmache meine.
Wie gesagt ich glaube, dass die Gesellschaft wie sie besteht, in all ihren Verquickungen, Abhängigkeiten und ihrer Komplexität, trotzdem in der Lage ist eine Art Vernunft zu bilden die in allen Bezügen, Gerechtigkeit, Freiheit, Gleichheit usw. auf die gesamte Menschheit in Verbindung mit ihrer Natur, gute (und ich meine es im höchst zu erreichendem Objektiven Maße) Resultate zu erzielen. Das heißt noch lange nicht, dass die Menschheit diese Vernunft, oder nennen wir es diesen „rettenden Blick“ auf die Realität wirklich in der nächsten Zeit anbringt. Sie ist aber im Stande dazu. Ich bin mir darüber im Klaren, dass es nicht unbedingt mein Ansatz ist, den ich hier aufzeige, aber es ist das Ideal, an das ich mich gerne hänge und auch, zumindest solange ich meinen bescheidenen Horizont habe, mit voller Kraft vertreten werde. Da sind wir wieder in den Wirrungen von Praxis und Theorie, von Gesellschaft und Individuum, von Realität und Abstraktion. Ich weiß, dass ich besonders gen Ende immer mehr Schattenzeilen aufgeworfen habe und weniger deskriptiv beschrieben habe. Das hat mehrere Gründe. Erstens sehe ich in keinerlei Hinsicht ein Ende im Punkt Revolution gekommen. Zweitens verändert sich mein Standpunkt, in Bezug auf Revolution, beinahe täglich und die meiner Mitmenschen auch. Und drittens sind die letzten fünf Seiten nur Ausdruck meiner sehr unsortierten Gedanken und Empfindungen. Eine Grundlegende Analyse werde ich nicht geben können. Deswegen werde ich für diesen Moment das Thema Revolution nicht weiter Verschriftlichung können. Ich denke, dieser Text ist zwar so polemisch und Lückenhaft, wie ein Kommentar in der SZ, dennoch sind die aufgeführten Probleme, jene die ich grade habe. Eine Lösung ist noch nicht in Sicht, aber ich habe ja hoffentlich noch etwas Zeit.
„Wenn man die Angel nicht ins Wasser hält fängt man auch kein Fisch.“ (Anonym, 2010)
Djano Bartschadze 2012
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